Beim Wrestling – im Deutschen meist Ringen genannt – geht es darum, den Gegner mit Griffen, geschickter Körperposition und Würfen zu kontrollieren und auf die Matte zu bringen. Schläge und Tritte gibt es nicht. Stattdessen entscheiden Technik, Gleichgewicht, Griffkraft und die Fähigkeit, im richtigen Moment den eigenen Schwerpunkt zu verlagern. Wrestling gehört zu den ältesten Kampfsportarten überhaupt und ist bis heute olympisch.

Freistil und griechisch-römisch

Im Wettkampf gibt es zwei klassische Stilarten. Im Freistil darfst du den ganzen Körper angreifen, also auch die Beine. Im griechisch-römischen Stil sind Griffe unterhalb der Hüfte und aktiver Beineinsatz verboten, deshalb stehen dort Oberkörperarbeit und Würfe im Vordergrund. Viele Vereine und Gyms trainieren beide Varianten oder legen den Schwerpunkt auf den Freistil, der auch im MMA eine große Rolle spielt.

So läuft eine Einheit ab

Nach einem gründlichen Aufwärmen mit Laufen, Rollen und Beweglichkeitsübungen folgt meist ein Technikblock. Dort übst du mit einem Partner Standpositionen, Takedowns, Befreiungen und Haltegriffe am Boden, zuerst langsam und kontrolliert. Später kommen Drills mit mehr Tempo hinzu und am Ende oft freies Ringen, bei dem ihr das Gelernte unter Widerstand anwendet. Ergänzend gibt es häufig Kraft- und Konditionsübungen mit dem eigenen Körpergewicht.

Für wen eignet sich Wrestling?

  • für alle, die einen körperlich fordernden Sport mit viel direktem Kontakt suchen
  • für Kampfsportler aus BJJ, Judo oder MMA, die ihr Spiel im Stand verbessern wollen
  • für Kinder und Jugendliche, die Koordination und Fairness im Zweikampf lernen möchten

Du brauchst keine Vorerfahrung, solltest aber mit engem Körperkontakt klarkommen. Achte bei der Wahl des Trainings darauf, dass es eine Anfängergruppe gibt und die Trainer Wert auf saubere Falltechnik und kontrolliertes Sparring legen. Für den Anfang reichen Sportkleidung ohne Reißverschlüsse und barfuß oder in leichten Hallenschuhen; Ringerschuhe kannst du dir später zulegen.