EMS steht für Elektromyostimulation. Beim Training trägst du eine Weste und Manschetten mit Elektroden, die über schwache elektrische Impulse deine Muskeln zusätzlich zur eigenen Bewegung anregen. Gleichzeitig führst du einfache Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte oder Ruderbewegungen aus. Eine Einheit dauert meist nur rund 20 Minuten.
So läuft ein Training ab
Vor dem ersten Termin füllst du in der Regel einen Gesundheitsfragebogen aus. Dann ziehst du spezielle Funktionskleidung an, darüber kommt der Anzug mit den Elektroden, die vorher befeuchtet werden. Die Trainerin oder der Trainer stellt die Intensität für einzelne Muskelgruppen ein und passt sie während der Einheit an. Du trainierst meist allein oder zu zweit, sodass dich jemand die ganze Zeit begleitet.
Für wen ist EMS geeignet?
EMS spricht vor allem Menschen an, die wenig Zeit haben oder mit gelenkschonenden Übungen trainieren möchten. Manche nutzen es als Ergänzung zu anderem Sport. Es ersetzt allerdings kein vielseitiges Training für Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit.
Es gibt einige Situationen, in denen EMS nicht oder nur nach ärztlicher Freigabe infrage kommt, zum Beispiel:
- Herzschrittmacher oder andere elektronische Implantate
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schwangerschaft
- akute Entzündungen, Fieber oder frische Verletzungen
- weitere Vorerkrankungen wie Epilepsie oder Diabetes
Bist du unsicher, sprich vor dem Start unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Worauf du beim Anbieter achten solltest
Seriöse Studios fragen deinen Gesundheitszustand ab, beginnen mit niedriger Intensität und steigern behutsam. Zwischen zwei Einheiten sollten mehrere Tage Pause liegen, damit sich die Muskulatur erholen kann. Trink vor und nach dem Training ausreichend. Achte darauf, dass dich qualifiziertes Personal während der gesamten Einheit betreut und du die Intensität jederzeit zurückmelden kannst.