Mat Pilates ist die ursprüngliche Form des Pilates-Trainings. Du übst auf einer Matte, meist nur mit dem eigenen Körpergewicht, manchmal ergänzt durch kleine Hilfsmittel wie Ball, Ring, Theraband oder Rolle. Im Mittelpunkt steht die Körpermitte – die tiefe Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur, die bei fast allen Übungen aktiv bleibt.

Die Grundprinzipien

Pilates arbeitet mit wenigen Wiederholungen, dafür mit hoher Genauigkeit. Wichtig sind Kontrolle, Konzentration, eine stabile Mitte, fließende Übergänge und ein bewusster Atem. Typische Übungen sind „The Hundred“, das Abrollen der Wirbelsäule oder seitliche Beinserien. Sie sehen oft unspektakulär aus, fordern aber viel Körperspannung.

Für wen eignet sich Mat Pilates?

  • Für Einsteiger, die mit wenig Aufwand beginnen möchten.
  • Für alle, die ihre Haltung verbessern und im Alltag stabiler werden wollen.
  • Für Menschen, die Training suchen, das ruhig, aber wirksam ist.
  • Als Ausgleich zu Sportarten mit einseitiger Belastung.

Viele beschreiben, dass sie nach einigen Wochen ein besseres Körpergefühl haben und ihre Haltung bewusster wahrnehmen. Wenn du Rückenbeschwerden hast, nach einer Geburt wieder einsteigen möchtest oder andere gesundheitliche Themen hast, sprich das vorher an – die meisten Übungen lassen sich gut anpassen.

Mat oder Reformer?

Auf der Matte hast du keine Federn, die dich unterstützen. Manche Übungen sind dadurch sogar anspruchsvoller, weil du die Stabilität ganz allein erzeugen musst. Dafür kannst du das Gelernte leicht mit nach Hause nehmen und dort weiterüben. Mat-Kurse finden oft in größeren Gruppen statt als Reformer-Kurse. Achte bei der Studiowahl darauf, dass die Lehrkraft genau hinschaut und korrigiert, denn beim Pilates entscheidet die saubere Ausführung. Bring bequeme Kleidung mit, Matten liegen in den meisten Studios bereit.