Lagree ist eine eigenständige Trainingsmethode, die auf den ersten Blick an Reformer Pilates erinnert. Trainiert wird auf einem speziell entwickelten Gerät mit beweglichem Schlitten, Federn, Griffen und Plattformen an beiden Enden. Der entscheidende Unterschied liegt im Tempo: Die Übungen werden sehr langsam ausgeführt, und die Muskeln bleiben ohne Pause unter Spannung. Dadurch ist das Training trotz geringer Stoßbelastung sehr intensiv.
So fühlt sich ein Lagree-Training an
Eine Übung dauert meist ein bis zwei Minuten und wird dann nahtlos in eine Variante oder auf die andere Körperseite überführt. Klassische Übungen sind Ausfallschritte auf dem Schlitten, Planks mit Händen auf der Plattform oder Rumpfübungen mit Zuggriffen. Durch das langsame Tempo beginnen die Muskeln oft schon nach kurzer Zeit zu zittern – das ist gewollt und gehört zur Methode. Pausen gibt es kaum, dafür ist eine Einheit meist kürzer als eine klassische Pilatesstunde.
Für wen eignet sich Lagree?
- Für Menschen, die Kraft und Ausdauer gleichzeitig trainieren möchten.
- Für alle, die intensives Training ohne Springen und Stoßbelastung suchen.
- Für Pilates-Erfahrene, die eine forderndere Variante ausprobieren wollen.
Einsteiger können mitmachen, sollten aber mit Anstrengung rechnen. Das Tempo und den Federwiderstand bestimmst du selbst, und fast jede Übung hat eine leichtere Variante. Bei Gelenk- oder Rückenproblemen sprich das vor der Stunde an.
Lagree oder Reformer Pilates?
Reformer Pilates legt mehr Wert auf Präzision, Beweglichkeit und die klassischen Pilates-Prinzipien. Lagree ist stärker auf Muskelausdauer und Intensität ausgerichtet. Beides lässt sich gut kombinieren. Achte bei der Studiowahl darauf, dass neue Teilnehmende eine Einführung ins Gerät bekommen, denn die vielen Einstellmöglichkeiten sind am Anfang ungewohnt. Rutschfeste Socken sind meist Pflicht.