Judo bedeutet übersetzt „der sanfte Weg“. Die Kampfkunst stammt aus Japan und ist seit Langem olympische Disziplin. Ziel ist es, den Gegner durch geschickte Würfe zu Boden zu bringen oder ihn am Boden mit Haltegriffen, Hebeln oder Würgetechniken zu kontrollieren. Schläge und Tritte gibt es nicht. Dabei gilt das Prinzip, die Kraft des Gegenübers geschickt zu nutzen, statt nur gegen sie anzuarbeiten.

Was du im Judo lernst

Am Anfang steht die Fallschule: Du lernst, sicher nach vorne, hinten und zur Seite zu fallen. Das ist die Grundlage für alles Weitere und im Alltag eine nützliche Fähigkeit. Danach folgen Wurftechniken im Stand, bei denen Gleichgewicht, Timing und Griff am Anzug entscheidend sind, sowie Techniken am Boden. Im Randori, dem freien Üben, wendest du das Gelernte mit einem Partner an. Rituale wie das Verbeugen vor und nach dem Training gehören fest dazu.

Für wen eignet sich Judo?

  • Für Kinder und Jugendliche, die Bewegung, Regeln und Respekt spielerisch lernen.
  • Für Erwachsene, die einen technischen Kampfsport ohne Schläge suchen.
  • Für alle, die Koordination, Gleichgewicht und Körperbeherrschung verbessern möchten.

Judo kann auch im Erwachsenenalter ohne Vorerfahrung begonnen werden. Viele Vereine bieten eigene Gruppen für Einsteiger oder ältere Anfänger an. Wenn du Probleme mit Rücken, Schultern oder Knien hast, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und informiere die Trainer.

Anzug, Gürtel und Prüfungen

Trainiert wird im Judogi, einem robusten Baumwollanzug, der mit einem Gürtel geschlossen wird. Die Gürtelfarbe zeigt den Ausbildungsstand, Prüfungen legst du in regelmäßigen Abständen ab. Für die ersten Probetrainings reichen oft ein langärmeliges Shirt und eine Jogginghose ohne Reißverschlüsse. Achte bei der Wahl des Vereins oder Studios auf passende Trainingsgruppen für dein Alter und deine Erfahrung.