Beim Bouldern kletterst du kurze Routen, die sogenannten Boulder, an Wänden von meist etwa vier Metern Höhe. Ein Seil brauchst du nicht, denn unter der Wand liegen dicke Matten, auf die du abspringst oder fällst. Jeder Boulder ist wie ein kleines Rätsel: Du überlegst, welche Griffe und Tritte du in welcher Reihenfolge nutzt und wie du deinen Körper dafür positionierst. Gerade in Städten ist Bouldern in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, weil du spontan und ohne viel Vorbereitung in die Halle gehen kannst.
So läuft dein erster Besuch ab
In der Halle bekommst du in der Regel eine kurze Einweisung in die Sicherheitsregeln. Kletterschuhe und Chalk kannst du meist leihen. Die Routen sind nach Schwierigkeit markiert, oft durch Farben der Griffe. Starte mit den leichtesten Bouldern und probiere dich langsam nach oben. Zwischen den Versuchen ist Pause wichtig: Die Unterarme ermüden schnell, besonders am Anfang.
Für wen eignet sich Bouldern?
Bouldern ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet, auch ohne Vorerfahrung. Du brauchst keinen Partner, kommst aber leicht mit anderen ins Gespräch, weil gemeinsam an Problemen getüftelt wird. Das Training fordert Finger, Arme und Rumpf, aber mindestens genauso Beweglichkeit, Gleichgewicht und Konzentration.
Regeln, die du kennen solltest
- Halte dich nie unter jemandem auf, der gerade klettert, und laufe nicht durch die Fallzone.
- Klettere möglichst weit hinunter, statt von ganz oben abzuspringen.
- Lande mit beiden Füßen, gehe in die Knie und rolle dich nach hinten ab.
- Nimm Uhren, Ringe und Ketten vor dem Klettern ab.
Achte bei der Wahl der Halle auf ein gutes Angebot an leichten Routen, regelmäßiges Umschrauben und Einsteigerkurse, in denen du Technik und richtiges Fallen lernst.