Brazilian Jiu-Jitsu, kurz BJJ, ist ein Kampfsport, der sich auf den Kampf am Boden konzentriert. Es wird nicht geschlagen oder getreten. Stattdessen versuchst du, deinen Trainingspartner zu kontrollieren, in eine bessere Position zu kommen und ihn schließlich mit einem Hebel oder einer Würgetechnik zur Aufgabe zu bringen. Das Aufgeben geschieht durch Abklopfen, das „Tappen“ – und wird sofort respektiert.

Wie ein BJJ-Training aufgebaut ist

Nach dem Aufwärmen, oft mit typischen Bodenbewegungen wie Hüftflucht oder Rollen, zeigt die Trainerin oder der Trainer eine Technik oder eine kurze Abfolge. Diese übst du mit einem Partner, zunächst ohne Widerstand. Danach folgen Übungen mit steigendem Widerstand und zum Schluss das „Rollen“: freies Sparring, bei dem ihr die Techniken kontrolliert anwendet. Viele Gyms bieten Einheiten im Gi (dem traditionellen Anzug mit Gürtel) und No-Gi-Einheiten in Sportkleidung an.

Für wen eignet sich BJJ?

  • Für alle, die gern strategisch denken und Bewegungsprobleme lösen.
  • Für Menschen, die Kampfsport ohne Schläge ins Gesicht suchen.
  • Für Kleinere und Leichtere, denn Hebelwirkung und Technik zählen mehr als Kraft.
  • Als Grundlage für MMA oder Selbstverteidigung.

Der Einstieg kann sich anfangs ungewohnt anfühlen, weil der Körperkontakt eng ist und du viel Neues auf einmal lernst. Die meisten brauchen einige Wochen, bis sich die ersten Abläufe vertraut anfühlen. Fortschritte werden über ein Gürtelsystem sichtbar, wobei der Weg bis zum nächsten Gürtel meist lange dauert.

Worauf du bei der Wahl des Gyms achten solltest

Wichtig ist eine sichere Trainingskultur: Achte darauf, ob Anfänger eigene Einheiten haben und ob beim Rollen kontrolliert trainiert wird. Frag, ob du für den Anfang einen Gi leihen kannst oder ob No-Gi-Kurse für den Einstieg empfohlen werden. Saubere Kleidung, kurze Fingernägel und abgelegter Schmuck sind auf der Matte selbstverständlich.