Pole Dance hat sich in den letzten Jahren zu einem eigenständigen Fitness- und Tanzsport entwickelt. An einer senkrechten Stange führst du Drehungen, Klettertechniken, Haltefiguren und fließende Übergänge aus. Je nach Studio liegt der Fokus mehr auf Akrobatik und Kraft („Pole Sport“) oder auf tänzerischem Ausdruck und Choreografie („Exotic“ oder „Flow“). Mit Striptease hat das Training im Studio wenig zu tun: Es geht um Technik, Kraft und Körperbeherrschung.

Ablauf einer typischen Stunde

Nach einem Aufwärmprogramm für Schultern, Handgelenke und Rumpf lernst du neue Elemente zunächst in einfacher Form. Die Lehrkraft zeigt dir, wie du die Stange greifst, wo du Kontaktpunkte setzt und wie du sicher wieder herunterkommst. Später verbindet ihr einzelne Figuren zu kurzen Kombinationen. Häufig endet die Stunde mit Dehnübungen. Meist teilen sich zwei Personen eine Stange, sodass du zwischendurch Pausen hast und euch gegenseitig beobachten könnt.

Für wen eignet sich Pole Dance?

Pole Dance ist für alle Geschlechter und Körpertypen offen. Du brauchst am Anfang weder besondere Kraft noch Beweglichkeit, beides wächst mit dem Training. Wer gerne an sichtbaren Fortschritten arbeitet, findet hier viel Motivation: Die erste freie Drehung oder der erste Klimmzug an der Stange sind für viele ein wichtiger Moment.

Tipps für den Einstieg

  • Trage kurze Hosen und ein Top, denn Haut an der Stange sorgt für den nötigen Halt.
  • Verzichte am Trainingstag auf Bodylotion und Öle, sonst rutschst du leichter ab.
  • Nimm Schmuck ab, er kann die Stange zerkratzen und dich verletzen.
  • Rechne mit blauen Flecken an Beinen und Armen in den ersten Wochen – das ist normal.

Achte bei der Studiowahl auf kleine Gruppen, Anfängerkurse mit klarer Struktur und Lehrkräfte, die Hilfestellung geben. Ein Probetraining zeigt dir schnell, ob dir der Stil des Studios liegt.