Kryotherapie bedeutet Kältetherapie. Im Fitness- und Wellnessbereich ist damit meist die Ganzkörper-Kältekammer gemeint: Du gehst für kurze Zeit in einen Raum, in dem die Luft auf Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt gekühlt ist. Weil die Luft sehr trocken ist, fühlt sich die Kälte anders an als im eiskalten Wasser. Daneben gibt es Kältekabinen, bei denen der Kopf außerhalb bleibt, und lokale Anwendungen für einzelne Körperstellen. Ursprünglich stammt die Methode aus der Medizin, heute wird sie auch in Recovery-Studios angeboten.

So läuft eine Anwendung ab

Vor dem ersten Termin füllst du in der Regel einen Gesundheitsfragebogen aus, manchmal wird auch der Blutdruck gemessen. Anschließend ziehst du dich bis auf Badekleidung aus und schützt empfindliche Körperstellen mit Handschuhen, Socken, Schuhen, Stirnband und oft einem Mundschutz. Die Anwendung selbst dauert nur wenige Minuten, beim ersten Mal meist kürzer. Das Personal beobachtet dich währenddessen und du kannst jederzeit abbrechen. Danach bewegst du dich locker, damit der Körper wieder warm wird.

Warum Menschen Kryotherapie nutzen

Viele Sportler setzen Kälte nach intensiven Belastungen ein, weil sie sich danach frischer fühlen. Andere nutzen die Kältekammer als kurzen Energiekick oder schätzen das bewusste Erleben der Kälte. Die wissenschaftliche Datenlage zu vielen Wirkungen ist allerdings noch uneinheitlich. Sieh Kryotherapie deshalb als ergänzende Wellnessanwendung, nicht als Ersatz für medizinische Behandlung.

Wichtig vor dem ersten Mal

  • Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kälteallergie oder in der Schwangerschaft ist die Anwendung meist nicht geeignet – sprich vorher unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
  • Deine Haut muss trocken sein, denn Feuchtigkeit kann bei extremer Kälte zu Erfrierungen führen.
  • Achte darauf, dass das Studio dich vorab gründlich einweist und die Anwendung betreut.