Ashtanga ist ein traditioneller, sehr strukturierter Yogastil. Anders als bei frei zusammengestellten Flows übst du hier immer dieselbe Abfolge von Haltungen – die sogenannte erste Serie, auf die weitere, anspruchsvollere Serien aufbauen. Atem, Blickpunkt und Bewegung sind fest miteinander verknüpft. Viele moderne Stile wie Vinyasa oder Power Yoga haben sich aus Ashtanga entwickelt.
Geführte Stunde oder Mysore-Stil
Ashtanga wird in zwei Formen unterrichtet. In der geführten Stunde zählt die Lehrerin oder der Lehrer die Atemzüge an, und die ganze Gruppe übt im gleichen Tempo. Im Mysore-Stil übt jede Person die Serie in ihrem eigenen Rhythmus, während die Lehrkraft durch den Raum geht, korrigiert und neue Haltungen hinzufügt, sobald du bereit bist. So lernst du die Abfolge nach und nach auswendig.
Was Ashtanga ausmacht
- Die gleichbleibende Serie macht Fortschritte gut sichtbar.
- Die Übergänge zwischen den Haltungen fordern Kraft, besonders in Armen und Rumpf.
- Der gleichmäßige, hörbare Atem hilft vielen, sich zu konzentrieren.
- Regelmäßiges Üben, idealerweise mehrmals pro Woche, gehört zur Tradition.
Für wen eignet sich Ashtanga?
Ashtanga passt gut zu dir, wenn du eine feste Praxis aufbauen möchtest und Wiederholung eher als Stärke denn als Langeweile empfindest. Der Stil ist körperlich fordernd, du musst aber nicht schon fit oder beweglich sein, um anzufangen. Gerade im Mysore-Stil beginnst du mit wenigen Haltungen und wächst langsam in die Serie hinein. Bei Knie-, Handgelenks- oder Rückenproblemen lohnt sich ein Gespräch mit der Lehrkraft, damit du Varianten bekommst. Frag bei der Studiowahl, ob es Einführungskurse gibt – sie erleichtern den Einstieg deutlich. Geübt wird barfuß und mit leerem Magen, am besten morgens oder mit einigen Stunden Abstand zur letzten Mahlzeit.