Beim Aerial Yoga übst du mit einem großen, elastischen Tuch, das wie eine Hängematte von der Decke hängt. Das Tuch trägt einen Teil deines Gewichts, stützt dich in bekannten Yogahaltungen und macht Positionen möglich, die am Boden kaum erreichbar wären – etwa freie Umkehrhaltungen oder schwebende Entspannung. Der Stil verbindet Elemente aus Yoga, Pilates und Luftakrobatik.
Was in einer Stunde passiert
Das Tuch wird zunächst auf die passende Höhe eingestellt, meist etwa auf Hüfthöhe. Nach dem Aufwärmen nutzt du es als Stütze für Dehnungen und Balancen, zum Beispiel im Krieger oder in der Taube. Später folgen Übungen, bei denen du dich ins Tuch setzt, legst oder kopfüber hängst. Die Lehrkraft zeigt jeden Schritt und hilft beim Ein- und Aussteigen. Zum Abschluss liegst du häufig eingehüllt im Tuch, leicht schaukelnd.
Für wen eignet sich Aerial Yoga?
Aerial Yoga ist für Neugierige ohne Vorerfahrung ebenso geeignet wie für Yogis, die neue Impulse suchen. Du brauchst keine besondere Kraft, um anzufangen. Viele empfinden das Kopfüberhängen als befreiend und spielerisch. Weil der Körper dabei ungewohnten Belastungen ausgesetzt ist, solltest du bei Bluthochdruck, Herzproblemen, Augenerkrankungen wie grünem Star, Schwindelneigung, nach Operationen oder in der Schwangerschaft vorher ärztlich abklären, ob Umkehrhaltungen für dich in Frage kommen.
Tipps für den Einstieg
- Trag Kleidung, die Arme und Kniekehlen bedeckt, damit das Tuch nicht auf der Haut reibt.
- Leg Schmuck, Uhren und Ringe ab, sie können das Tuch beschädigen.
- Iss in den zwei Stunden vorher nur wenig.
- Wähle bewusst einen Einsteigerkurs mit kleiner Gruppe, damit die Lehrkraft dich gut begleiten kann.
Achte bei der Auswahl außerdem darauf, dass die Aufhängungen professionell montiert wirken und regelmäßig geprüft werden.